Fußball-Regeln 2018/2019

97 Spielregeln 2018 /19 | VSA-Protokoll – Grundsätze, Praxis und Vorgehen Das VSA-Protokoll entspricht soweit möglich den Grundsätzen und der Philosophie der Spielregeln. Video-Schiedsrichterassistenten (VSA) dürfen nur eingesetzt werden, wenn der Organisator eines Spiels/Wettbewerbs sämtliche Anforderungen des VSA-Protokolls und der Einführungsanforderungen (gemäß VSA-Handbuch) erfüllt und die schriftliche Erlaubnis des IFAB und der FIFA erhalten hat. Grundsätze Für den Einsatz von VSA in Fußballspielen gelten mehrere Grundsätze, die bei jedem Spiel, in dem VSA zum Einsatz kommen, einzuhalten sind. 1. Ein VSA ist ein Spieloffizieller mit unabhängigem Zugang zu Spielaufnahmen, der den Schiedsrichter ausschließlich in folgenden Situationen bei klaren und offensichtlichen Fehlentscheidungen oder schwerwiegenden Vorfällen, die übersehen wurden, unterstützen darf: a. Tor/kein Tor b. Strafstoß/kein Strafstoß c. direkte rote Karte (nicht bei zweiter gelber Karte/Verwarnung) d. Spielerverwechslung (bei Verwarnung oder Feldverweis für den falschen Spieler) 2. Der Schiedsrichter muss immer eine Entscheidung fällen, d. h., er darf nicht auf eine Entscheidung verzichten, um dann mithilfe des VSA eine Entscheidung zu fällen. Eine Entscheidung, das Spiel nach einem mutmaßlichen Vergehen weiterlaufen zu lassen, kann überprüft werden. 3. Der ursprüngliche Schiedsrichterentscheid darf nur geändert werden, wenn die Videoaufnahmen eindeutig belegen, dass eine klare und offensichtliche Fehlentscheidung vorliegt. VSA-Protokoll – Grundsätze, Praxis und Vorgehen

RkJQdWJsaXNoZXIy OTA4MjA=